Familienentlastender Dienst

Entlastungsleistungen nach § 45 b SGBXI

Ebenfalls bieten wir unseren Familien, im Rahmen unseres ambulanten Pflegedienstes, auch nicht-pflegerische Tätigkeiten an. Diese Entlastungsleistungen umfassen, nach Absprache mit den Eltern, z.B. hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Beschäftigungen/spielen mit dem Kind, Hilfe bei den Hausaufgaben, Begleitung zum Spielplatz, Einkäufe o.ä. Grundsätzlich beinhaltet sind alle Hilfeleistungen, die das Kind und/oder die zugehörige Familie entlastet und sind individuell mit dem Mitarbeiter/in absprechbar.

Die Entlastungsleistungen werden von der Pflegekasse der jeweiligen Krankenkasse übernommen. 

Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI

Im Falle einer Krankheit der pflegenden Eltern oder Pflegeperson des Kindes kommt die Verhinderungspflege zum Tragen. Ein/e Mitarbeiter/in kann in dem Fall einer Verhinderung der Pflegeperson kurzfristig einspringen, und die Pflege des Kindes übernehmen. Hierbei muss es sich nicht um Fachpflegekräfte handeln. Damit ist das lückenlose Fortbestehen der benötigten Zuwendung für das Kind gesichert. Die Verhinderungshilfe wird nach Antrag von der Pflegekasse gewährt und kann auch für das ganze laufende Jahr gestellt werden, wenn die Pflegeperson z.B. wiederkehrende Behandlungen und Termine wahrnehmen muss.

Haushaltshilfe nach § 38 SGB V

Falls eines der Eltern oder die Pflegeperson des von uns betreuten Kindes wg. einer Krankheit den Haushalt selbst nicht mehr führen können, kann bei der Krankenkasse des Erkrankten auch ein Antrag auf eine Haushaltshilfe gestellt werden. Gerne helfen unsere Mitarbeiter/innen in diesem Fall, um dem betreuten Kind ein Fortbestehen des geführten Haushalts und damit ein Verbleib im gewohnten Umfeld zu ermöglichen.   

Zielgruppe

Unser Angebot richtet sich an behinderte und an von Behinderung bedrohte Menschen sowie an deren pflegenden Angehörige. Dabei gibt es prinzipiell keine Alterseinschränkung. Unser Schwerpunkt liegt jedoch auf der Betreuung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, weil hier erfahrungsgemäß der Entlastungsbedarf für Angehörige am größten ist. Wir betreuen auch Kinder, bei denen im Haushalt ein Elternteil erkrankt ist und die geforderten Alltagsaufgaben nicht allein bewältigen kann. Der FeD ist nicht gedacht für die Entlastung von Angehörigen alter Menschen, die aufgrund ihres Alters pflegebedürftig geworden sind. Dies ist Aufgabe der Sozialstationen und Pflegedienste.